Software-Analyse: Der beste Weg für Ihre Software

Die Software-Analyse steht am Anfang jeder Entscheidung: Was sind die Stärken, Schwächen und wesentliche Pain Points? Daraus folgen sinnvolle Maßnahmen.

Analyse-Workshop zur Erkennung der wesentlichen Pain Points

Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung ihre Prozesse und Strukturen im Rahmen der Digitalisierung anzupassen. Darüber hinaus gibt es in jedem Unternehmen Altsoftware (Legacy-Software), die wichtige Aufgaben in allen Geschäftsbereichen zuverlässig löst. Diese Systeme müssen fit für die Zukunft gemacht werden.

Bevor sinnvolle Maßnahmen im Umgang mit den Altsystemen beschlossen werden können, muß der Ist-Zustand der einzelnen Legacy-Systeme beleuchtet werden. Eine einfache und effiziente Variante dies zu tun, ist ein gemeinsamer Analyse-Workshop.

Im Vorfeld des Workshops ermitteln wir relevante Stakeholder und laden diese ein. Dazu gehören u.a. Product Owner, Abteilungsleiter, Anwender, Entwickler, Administratoren. Der zuvor von uns ausgearbeitete und verteilte Fragenkatalog hilft den Teilnehmern bei der Vorbereitung und dient als roter Faden während der Workshop-Durchführung.

Parallel zum Abarbeiten des Fragenkatalogs ist die Visualisierung der betroffenen Altsysteme sinnvoll. Im Kern der Visualisierung stehen die betroffenen Systemkomponenten und deren Verbindung untereinander. Das Bild wird sukzessive erweitert, z.B. um angeschlossene Drittsysteme, Protokolle, Datenformate, Programmiersprachen oder bekannte Baustellen.

Auf diese Art und Weise werden die Stärken und Schwächen der Altsysteme sichtbar. In der Regel gibt es einige wenige Schwächen, die eine besonders starke Auswirkung haben. Das Aufdecken dieser “Pain Points” ist ein wesentlicher Aspekt der Software-Analyse und bildet die Grundlage für die Ableitung von sinnvollen Maßnahmen.

5-Why-Methode: Der Weg vom Problem zur grundlegenden Ursache

Um ein Problem an der Wurzel zu packen, wird die 5-Why-Methode angewendet. Wie ein wissbegieriges Kind fragen wir immer wieder nach dem “Warum”. Wenn ein Unternehmen sich z.B. für eine Neuentwicklung entschieden hat, fragen wir nach dem “Warum” der Entscheidung. Meist folgt dann eine Antwort, die noch keine weiteren Erkenntnisse bringt:

“Weil unser Altsystem bereits 12 Jahre alt ist und künftige Business-Anforderungen nicht erfüllen kann.”

Vielleicht bringt die nächste Frage neue Erkenntnisse:

“Warum kann das Altsystem die Business-Anforderungen nicht erfüllen?”

Die nächste Antwort führt dann vielleicht schon in die richtige Richtung:

“Weil wir planen, dass unsere Kunden ihre Daten auch in einer App sehen sollen.”

Jetzt gilt es weiter zu bohren:

“Warum stellt ihr nicht schon morgen die Daten aus dem Altsystem Online zur Verfügung?”

Die Antwort bringt neue Erkenntnisse:

“Weil das Altsystem keine Schnittstelle für die Daten hat. Alle Daten liegen in einer Datenbank.”

Das nächste “Warum” klopft schon ein mögliches Lösungsvorgehen ab

“Warum baut ihr keine Datenfassade für die Daten und einen Service, der die Daten über die Fassade online zur Verfügung stellt?”.

Sicher gibt es noch weitere Hindernisse zu nehmen und Lösungen sind meist am Ende nicht so einfach. Das tiefere Nachfragen führt zum Nachdenken und Hinterfragen der bisherigen Entscheidungen. Dadurch ergeben sich weitere Lösungsmöglichkeiten, die oftmals effizienter und kostengünstiger sind, als die ursprünglich angedachten Entscheidungen.

Bewertung und Kategorisierung des Altsystems nach LegacyLab

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Analyse eines Altsystems ist die Bestimmung des Werts der Bestandssoftware. Dabei entspricht der Wert einer Software nicht einfach den Entwicklungskosten. Vielmehr ergibt sich der Wert einer Software aus deren Nutzen und den damit einhergehenden Einnahmen. Der Wert einer Software bestimmt ihre Bedeutung für das Unternehmen.

Basierend auf den Ergebnissen der Software-Analyse aus dem LegacyLab bewerten wir das System und ordnen es einer der vier folgenden Kategorien zu:

  • Wartung: Das System ist wichtig fürs Unternehmen und muß laufen. Das System generiert wenig Einnahmen und wird mittelfristig nicht weiterentwickelt.
  • Sanierung: Das System ist wichtig fürs Unternehmen und hat unmittelbaren Einfluss auf dessen Kerngeschäft. Das System wir kontinuierlich geändert und erweitert. Feature-Neuentwicklung ist zwingend erforderlich.
  • Recycling: Das System ist nicht mehr wichtig, muß aber betrieben werden. Das Unternehmen verdient längst mit einem anderen System Geld, muß das Altsystem aber ohne essenzielle Einnahmen weiter betreiben, weil es zum Beispiel Verträge mit Kunden gibt, die das System nutzen.
  • Neuentwicklung: Das System ist wichtig, steht aber vor dem Aus, weil zum Beispiel die Hardware nicht mehr existiert und sich auch nicht virtualisieren lässt. Andere Gründe können sein, dass die verwendete Programmiersprache ausläuft oder es schlichtweg keine Cobol-Programmierer mehr gibt.

Sanierungs-Backlog – Die Lösung der Pain Points

Die Analyse-Phase fördert wichtige Erkenntnisse des Legacy-Systems zu Tage, die eine Kategorisierung der Anwendung ermöglicht und somit den gewünschten Zielzustand definiert. Doch wie kommt man von dem Ist- in den Soll-Zustand?

In der Regel verhindern die in der Software-Analyse aufgedeckten Pain Points den Übergang in den Soll-Zustand. Daher beraten wir Sie, wie die vorhandenen Pain Points behoben werden können und fassen diese Maßnahmen im Sanierungs-Backlog zusammen. Das Sanierungs-Backlog beschreibt alle erforderlichen Maßnahmen, um Ihr Altsystem in den gewünschten Soll-Zustand zu überführen.

In einer darauf folgenden Sanierungsphase werden die priorisierten Maßnahmen aus dem Sanierungs-Backlog Punkt für Punkt umgesetzt. Natürlich unterstützen wir Sie gern auch in dieser Phase.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage

Mit dem LegacyLab sind wir in der Lage, Ihre Altsysteme schnell und effizient zu analysieren und zu bewerten. Das erarbeitete Sanierungs-Backlog beinhaltet konkrete Maßnahmen, um Ihre Legacy-Software in den gewünschten Zielzustand zu überführen.

Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie Fragen zu unserem Vorgehen haben oder wir Sie konkret unterstützen können. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage .